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24787 Fockbek


Quelle der Inhalte:
Landesportal Schleswig-Holstein

In Deutschland haben politisch Verfolgte einen Anspruch auf Anerkennung als Asylberechtigte (Art. 16 a Grundgesetz) oder als Flüchtlinge im Sinne der sogenannten Genfer Flüchtlingskonvention.


Beschreibung

Wer dieses Recht in Anspruch nehmen will, muss sich einem Anerkennungsverfahren unterziehen.

Verfahrensablauf:

  • Meldet sich ein Asylsuchender bei der Grenzbehörde, leitet sie ihn an die nächstgelegene Erstaufnahmeeinrichtung weiter. Dies gilt allerdings nicht, wenn bei ihm die Voraussetzungen für die Verweigerung der Einreise vorliegen, etwa weil er aus einem sicheren Drittstaat einreist. Sofern ein Ausländer erst im Inland ein Asylgesuch stellt, wird er ebenfalls zunächst an die nächstgelegene Erstaufnahmeeinrichtung verwiesen. Die Einrichtung und Unterhaltung von Erstaufnahmeeinrichtungen obliegt dem jeweiligen Bundesland.
  • Die Erstaufnahmeeinrichtung prüft, ob ein Asylverfahren im Bundesland durchgeführt wird oder aus Zuständigkeits- beziehungsweise Kapazitätsgründen eine Verweisung in ein anderes Bundesland erforderlich ist.
  • Asylbewerber stellen dann ihren Asylantrag.
  • Es erfolgt ein Datenabgleich mit dem Ausländerzentralregister (AZR).
  • Gemäß Asylverfahrensgesetz wird eine Aufenthaltsgestattung erteilt, die ein vorläufiges Bleiberecht zur Durchführung des Asylverfahrens in der Bundesrepublik gewährt. Die Aufenthaltsgestattung führt nicht zu einem Anspruch, sich in einem bestimmten Bundesland oder an einem bestimmten Ort aufhalten zu dürfen.
  • Anschließend erfolgt die gesetzlich vorgeschriebene, nicht öffentliche Anhörung des Asylbewerbers durch eine Bedienstete oder einen Bediensteten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Dabei muss der Asylbewerber persönlich erscheinen und seine Verfolgungsgründe darlegen.
  • Danach wird über den Asylantrag entschieden. Die Entscheidung über den Asylantrag ergeht schriftlich und enthält eine Begründung. Sie wird dem Asylbewerber mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zugestellt.

 


Zuständigkeit

An das Landesamt für Ausländerangelegenheiten in Neumünster (Erstaufnahmeeinrichtung).


Kosten

Keine


erforderliche Unterlagen

Sämtliche Urkunden und andere Nachweise, die Ihre Identität, Ihren Lebensweg und Ihr Fluchtschicksal belegen können.


Rechtsgrundlage

  • Art. 16a Grundgesetz (GG),
  • Asylverfahrensgesetz (AsylVfG),
  • Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz - AufenthG).

Art. 16a GG

AsylVfG

AufenthG


Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema Asyl finden Sie auf den Internetseiten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Informationen zum Ausländerzentralregister (AZR) finden Sie auf den Internetseiten des Bundesverwaltungsamtes (BVA).

Informationen zur Verteilung von Asylsuchenden in Schleswig-Holstein finden Sie auf den Internetseiten des Landesamts für Ausländerangelegenheiten.

BAMF - Asyl- und Flüchtlingsschutz

BVA - Ausländerzentralregister

Verteilung von Asylsuchenden in Schleswig-Holstein


verwandte Vorgänge


Ansprechpartner

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) - Außenstelle M 15 - Neumünster

Haart 148
24539 Neumünster
Tel: +49-4321 5561-0   |   Fax: +49-4321 5561-199
Web: www.bamf.de


Landesamt für Ausländerangelegenheiten

Haart 148
24539 Neumünster
Tel: +49 4321 974-0   |   Fax: +49 4321 974-111
E-Mail: astrid.skirde[at]lfa.landsh.de